Vollautomatische Buchführung
Flügel der Welt
Charterware.net - Praxistest
|
Vollautomatische Buchführung für Flugschulen Eine Art TollCollect für die Allgemeine Luftfahrt: Von der Reservation über die Zeiterfassung bis hin zur Rechnungsstellung ein automatischer, transparenter Ablauf zum Vorteil der Kunden, der Flugschulen bzw. Charter-Firmen. Transparente Reservierungssysteme gibt es im Vereinsumfeld schon lange. Mehr oder weniger verlässliche Flugzeiterfassungshilfen gibt es ebenso. Doch die erfassten Daten enden nicht in der Buchhaltung, sondern auf dem Display eines Navigationsgerätes. Für die Rechnungserstellung gibt es zwar Computersoftware, aber hier müssen die Bewegungsdaten ersteinmal manuell erfasst werden. Charterware automatisiert die gesamte Buchhaltung und bietet ein TollCollect ähnliches Gesamtsystem für die Privatfliegerei an, das auf der Basis der Zeiterfassung in Verbindung mit Gebühren aufgebaut ist. |
|
|
Das Angebot richtet sich in erster Linie an gewerbliche Flugschulen. Es hört sich futuristisch an, dabei ist es im Wesentlichen nur die Kombination bestehender Technologie: die integrierte, verfeinerte Neukonzeption Online-Reservierung, GPS Flight Log und Abrechnungssoftware, die mit dem Modul Mobilfunk logisch ergänzt worden ist. Das System kann von den Mitarbeitern des Unternehmens umfassend administriert und gemanaged werden. Die Kunden hingegen können nur Flugzeuge bzw. Flugzeiten buchen und eigene Buchungen stornieren. Das Buchungssystem Charterware hat das Konzept der Vereins-Reservierungssysteme verfeinert und ein professionelles Buchungssystem daraus gemacht. Im Vereinsumfeld unter Fliegerkollegen mag es ja noch angehen, dass jeder Kollege Einblick hat, wer wann mit welcher Maschine fliegt, im professionellen Bereich ist das bereits aus Datenschutzgründen so nicht mehr realisierbar. Charterware ist daher für Piloten, das heißt für die Kunden ein echtes und verbindliches Buchungssystem, bei dem Bestellungen auch nicht mehr sang- und klanglos entfernt werden können. Das Unternehmen hat mit dieser Software zumindest die Möglichkeit, Stornogebühren zu erheben. Bei unstornierten Nichtabholungen sorgt die Zeiterfassung später für die Erhebung einer Stornogebühr, - die jederzeit beispielsweise wetterbedingt unterdrückt werden kann.
Die Zeiterfassung
Die Zeiterfassung basiert auf einer GPS On Board Unit(OBU), die völlig autark ohne jegliche Interaktion mit Navis oder anderen Fluginstrumenten ihren Dienst verrichtet. Es ist ein eigens entwickelter Festeinbau im 80mm-Format, der außer der Bordspannungsversorgung keinerlei Interaktion mit dem Flugzeug aufweist. Neben einer kontaktlosen Pilotenidentifizierung führt das System automatisch nach Einschalten des Hauptschalters ein GPS Tracklogging durch. Wird der Hauptschalter ausgeschaltet, übernimmt ein während des Flugzeugbetriebes aufgeladener Akku die Stromversorgung und die OBU nimmt via Mobilfunk Kontakt zu einem Internetserver auf. Der Server erkennt anhand der Mobilfunknummer das Flugzeug und teilt der OBU die Stallspeed des Flugzeuges mit. Wahlweise erfolgt sodann der Upload von Flug und Rollabschnitten oder der detaillierte Track-Upload, selbstverständlich mit Piloten und ggf.Fluglehrer ID.
Nach erfolgter Übertragung schaltet sich die OBU ab, um erst durch Einschalten des Hauptschalter wieder zu Leben erweckt zu werden.Das System lässt sich an Bord nicht ausschalten, die Verweigerung einer Identifikation beantwortet später der Server mit einer so genannten UFO - Meldung an die Flugschule, die den Rechnungsempfänger manuell ergänzt.
Die OBU ist konsequent für die spätere Echo- Zulassung optimiert und nimmt Rücksicht auf das Handy/Mobilfunkverbot in Flugzeugen, die in Betrieb sind. Selbst die Antennen sind autark im Gerät eingebaut, so dass die musterspezifische Echo-Zulassung entfallen kann oder zumindest kein Problem sein dürfte. Die einzige Interaktion mit dem Flugzeug sind die vier Frontschrauben und die 12V-Bordnetzversorgung hinter dem Hauptschalter. Die OBU, ebenso wie das Gesamtverfahren der Zeiterfassung, sind in Europa und in den USA zum Patent angemeldet. Ob das Papierbordbuch dadurch unmittelbar abgeschafft werden kann, bleibt abzuwarten. Einstweilen werden die Piloten jedenfalls die Daten vom Display der OBU abschreiben, ohne sich über vergessene Notizen ärgern zu müssen.
Die Abrechnung
Sind die Daten vollständig als Flugbucheintrag an den Server übertragen, so ermittelt dieser etwaige Buchungen, die zu diesem Flug gehören.Bleibt eine Buchung ohne elektronischen Flugbucheintrag, so übermittelt er statt Flugzeitberechnung eine Stornogebühr an die Abrechnungssoftware. Zunächst aber macht sich der Server an die gewissenhafte Überprüfung der von der OBU gemeldeten Landevermutungen. Während man Nutzzeiterfassungshilfen und auch dem Glascockpit nachsieht, wenn eine Stallübung als Landung deklariert wurde, so darf das bei Charterware keinesfalls toleriert werden. Abrechnungsrelevante Daten müssen 100%ig verlässlich sein. Der Server gleicht also die OBU-Daten mit Flugplatzlandebahnen und selbst mit Sicherheitsflughöhen über Flugplätzen ab und erkennt so Langsamflugübungen. Auf diese Weise werden weder unzutreffend Landegebühren erhoben noch lückenhaft Flugzeiten berechnet. Auch dies ist Gegenstand des Patentverfahrens. Die Abrechnung erfolgt selbstverständlich auf Knopfdruck in der Flugschule.

Kosten - Nutzen
Das Charterware-Team hat im Sommer 2007 erfolgreich beim Münchner Businessplanwettbewerb mitgemacht und landete unter den zur Unternehmensfinanzierung nominierten vorderen 20 Platzierungen. In diesem Zusammenhang wurde als Teil des eingereichten Businessplan ein Nutzenmodell entwickelt und so exakt wie möglich kalkuliert. Bei den getroffenen Annahmen für Auslastungssteigerung, vollständiger Zeiterfassung und Kosteneinsparungen für die Monatsabrechnung wurden mehr als 20 % Zusatzergebnis vom heutigen Flugschulumsatz prognostiziert. Nicht wenige Flugschulen werden so zum ersten Mal nennenswertes Geld verdienen können. Diese Modellrechnung muß sich natürlich erst in der Praxis bestätigen. Erst danach will charterware die Gebührentarife festlegen. Klar ist jedenfalls, dass die OBU gekauft werden muss und sich die Softwarenutzungsgebühren am Kundennutzen orientieren werden.
Ausblick
Obwohl sich das System zur Zeit noch in der Erprobung befindet, hatten wir Gelegenheit, es auszuprobieren.
Wie sich das kleine Gerät mit der großen Software im Praxistest bewährt, steht auf den folgenden Seiten.
>>> weiter zum Praxistest
