Practical Tests 2
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Charterware - Praxistest 2
| Ein Klick auf den Menüpunkt "Abrechnung" bietet eine Liste von Kunden, für die im Januar 2008 Leistungen abzurechnen sind. Ein weiterer Klick auf den "Kunden" Otmar Ripp lässt dessen Flightlog mit unserer Testflugschule erscheinen (siehe Abbildung). Im Vergleich mit unseren Handaufzeichnungen bestätigen die vom charterware-System aufgeführten Punkte die Richtigkeit der sekundengenau übertragenen UTC-Zeiten. Auch die Flugplätze EDPC und EDML wurden als Start- bzw. Zielfl ugplatz erkannt. Der Pilot wurde anhand seines persönlichen ID-Chip und das Flugzeug anhand der Mobilfunkrufnummer der OBU erkannt. Die Stallübungen selbst exakt über Landshut wurden nicht als Landungen gewertet, da die Höhe der Stallübung nicht mit der Geländehöhe übereinstimmte. Im ersten Flug ist eine Blockzeit von 09:44 bis 10:44 Uhr ausgewiesen, was unsere Installationsarbeiten im Cockpit mit eingeschaltetem Hauptschalter erklärt. Als Rollzeit waren bis zum Rollstop in Landshut 2 Min 56 vergangen. Diese Rollzeit wurde mit der reinen Flugzeit von 25 Min 41 zur Berechnung herangezogen. |
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Nach vielen Überlegungen hat man sich entschieden, auch die Bewegungszeiten abzurechnen. Denn so werden die Verschleiß verursachenden Rollzeiten auch berechnet; die Standzeiten zum Motorwarmlauf oder die Preflight-Checkzeiten mit eingeschaltetem Hauptschalter werden jedoch nicht berechnet. Damit soll dem Pilot bzw. dem Flugschüler oder Charterer der finanzielle Druck genommen werden, erklärt Otmar. Charterware soll ganz im Gegenteil mithelfen, dass der Pilot aus Sicherheitsgründen erst startet, wenn der Motor warmgelaufen ist und nicht "aus Angst vor Kosten" schon unterhalb des grünen Bereichs den Gashebel voll reinschiebt.
Bemerkenswert ist übrigens, dass wir trotz eines beachtlichen Streckenfluges reale Rollzeiten von satten zehn Prozent der Flugzeit vorliegen haben; es sind Minuten, die sich auch in der Abrechnung niederschlagen. Diese Zusatzkosten werden sich allerdings eher in günstigeren Minutenpreisen für die Flieger niederschlagen als in Gewinn für den Vercharterer. Schließlich sind diese Kosten für Rollzeiten heute pauschal auf die Flugminutenpreise umgelegt. Es geht bei
charterware nicht darum, dass unter dem Strich mehr abgerechnet werden kann, sondern um eine transparente, korrekte, faire und sekundengenaue Abrechnung.
Anmerkung der Schlussredaktion: Bleibt die Frage, was wird ins Logbuch des Piloten eingetragen?
In den USA werden beispielsweise alle bezahlten Minuten aufgeführt. Zurecht wie wir meinen, denn sobald der Pilot im rechtlichen Sinne als verantwortlicher Flugzeugführer haftbar ist, nämlich vom Anlassen bis zum Ausschalten des Triebwerks, muss er diese Zeit auch als Pilot eintragen können - doch das ist eine andere Baustelle, bei der ein Haufen kluge Leute stets einen Haufen kluge Sachen reden.
Mit dem charterware-System sind individuelle Rabatte, wie zum Beispiel ein Last Minute Rabatt für kurzfristige Buchung möglich. Oder der angegebene Vielfl iegerrabatt von X Prozent. Die Rabatte werden nur auf den Trockenanteil angerechnet, denn Rabatte auf die Treibstoffkosten zu geben, kann nicht im Sinne der Flugschule sein, auch nicht bei einem Last Minute Flight. Die Landegebühr, wie am Beispiel in EDML von 6,50 Euro, wird nur erhoben, falls eine Flugschule das System so konfiguriert hat, dass eine Landegebührenerhebung für bestimmte Plätze erwünscht ist, z.B. weil solch ein Abkommen mit der Home Base besteht oder weil man selbst Flugplatzbetreiber ist.
Beim Rückflug, den wir mit einer Rollzeit von 3 Min 40 und wegen unserer Stallübungen mit einer Flugzeit von 30 Min 33 angezeigt bekommen, werden uns insgesamt 34 Min 13 abgerechnet. Bemerkenswert ist, dass der Startflugplatz EDML zwar erkannt wurde aber der Zielflugplatz EDPC mit ???? gekennzeichnet ist. Wir erinnern uns, Otmar hatte EDPC aus Landshut bewusst aus der Datenbank entfernen lassen, um einen unbekannten Platz zu simulieren. In einem solchen Fall werden die charterware-Programmierer automatisch informiert, um den neuen Platz zu identifizieren und in die Datenbank einzupflegen.
Erkennt das Flugschulpersonal für die Abrechnung keine Fehler, schließt ein Klick auf den Kommandobutton "Speichern und Verschicken" die Monatsabrechnung für diesen Kunden ab. Die Rechnung kann per Mail zugestellt werden und natürlich landet sie auch als PDF-Dokument bei der Flugschule zum Ausdrucken und konventionellen Abheften oder für die Papierpost.
Alle Flugbücher werden natürlich ebenso vollautomatisch geführt: das Hauptflugbuch, ein Bordbuch je Flugzeug sowie ein persönliches Flugbuch. Allabendliche Entnahme und Ausdrucken ersetzt die handschriftliche Plagerei.
Charterware führt mit eigenen Dienstleistern eine Installation beim Kunden vor Ort durch und macht zudem eine Einweisung in das System für Mitarbeiter und Piloten. Auch eine Hotline ist eingerichtet.
Fazit
Charterware ist nicht vergleichbar mit den bisher bekannten Reservierungssystemen, Naviloggern oder lokaler Abrechnungssoftware. Es ist eine professionelle, voll integrierte Netzlösung für Flugschulen und Charterbetriebe. Einzige aufgedeckte Schwäche: Das Design der Serversoftware erscheint nicht mehr zeitgemäß. Heutige Internetnutzer sind doch mehr optische Ästhetik gewöhnt als die ockergelben sterilen Bildschirmmasken.So hier ein Bedürfnis besteht, dürfte dieser "Mangel" jedoch vergleichsweise günstig und schnell behebbar sein. Genaue Zeiterfassung, automatisierte
sekundengenaue Rechnungsstellung, das ist wirklich neu und einzigartig. Wer schon mal in einer Haltergemeinschaft ein Flugzeug betrieben hat, kennt den Aufwand mit der Abrechnung und den Fehlerquellen. Für Flugschulen ist es eine enorme Zeitersparnis, die den Betreibern mehr Zeit für das Wesentliche lässt, und das ist ja wohl die Zeit in der Luft.
Robby Bayerl
Kontakt: Charterware
Jean-Monnet-Str. 11d
D-54343 Föhren, Industriepark
eMail: info@charterware.net
Internet: www.charterware.net
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